wip wednesday – Geheimprojekt.

Für den heutigen wip wednesday gibt es diesmal nur ein Symbolfoto. Ein Wiesenstrauß, den ich mit dem großen Sohn auf dem Rückweg vom Kindergarten gepflückt habe.

Untitled

Übers Wochenende habe ich einige ausstehende Aufträge vollendet und gestern alles zusammen mit ein paar Dawanda- Bestellungen zur Post gebracht. Ab jetzt arbeite ich hauptsächlich an einem größeren Projekt, über das ich noch lange nicht werde sprechen können, das mich aber bis Ende August gut beschäftigt halten wird. Ich nenne es mal sehr kryptisch: Das Geheimprojekt. Es macht großen Spaß und ich bin sehr gespannt auf das Endergebnis. Und ich platze fast vor Spannung, euch endlich einweihen zu dürfen. Das wird so gemein, noch so lange damit warten zu müssen.
Natürlich hoffe ich, dass ich nebenher trotzdem noch andere Projekte gebacken bekomme. Der zweite Geburtstag des kleinen Sohns steht an und es liegt mir sehr am Herzen, ihm eine schöne Puppe zu machen. Außerdem haben sich ein paar weitere Quiltaufträge angekündigt. Und meinen Wollstash gilt es ja auch weiterhin zu reduzieren. Da habe ich gerade einen Wärmflaschencozy angeschlagen, von dem ich euch vielleicht nächsten Mittwoch schon mehr zeigen kann. Und was treibt ihr so?

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Rosalies Kindheit auf dem Lande.

rosalies kindheit auf dem lande.

Rosalies Quilt ist fertig. Vorne die Stamp Mark Blocks aus unzähligen, kleinen Quadraten. Hinten rosa mit weißen Punkten, sowie eine kleine Auswahl der schönsten verwendeten Stoffe in größeren Stücken. Und eine persönliche Widmung der schenkenden Patentante an das Geburtstagskind. Auf Baumwollstoff gedruckt und eingenäht.

rosalies kindheit auf dem lande.

rosalies kindheit auf dem lande.

rosalies kindheit auf dem lande.

rosalies kindheit auf dem lande.
Zum ersten mal habe ich auch ein großes Label selbstgedruckt und auf die Rückseite genäht – nach dem Vorbild amerikanischer Quilts. Man findet Labels dieser Art oft auf historischen Quilts; denn Quilts waren immer schon als Erbstück auf lange Zeit gedacht und man wollte, dass man in 50, 80 oder 100 Jahren noch weiß, wann dieser Quilt entstanden ist und wer ihn gemacht hat. Das Label ist mit Vliesofix aufgebügelt und mit Stickgarn umnäht; falls es nicht gefällt oder als störend empfunden wird, könnte man das Stickgarn herausziehen und das Label ablösen. Nach einer Maschinenwäsche bei 40°C dürften dann keine Rückstände mehr erkennbar sein. Ich finde aber, es fügt sich gut in das Gesamterscheinungsbild des Quilts ein und unterstreicht sehr schön den handmade- Charakter.

rosalies kindheit auf dem lande.

rosalies kindheit auf dem lande.

rosalies kindheit auf dem lande.
Schön isser geworden, der Quilt. Mädchenhaft, aber nicht kitschig. Die Motive gut geeignet für ein Kind, und nicht zu kindisch, so dass Rosalie der Quilt auch in 5, 10 oder 50 Jahren noch gefallen kann.Es hat einmal mehr großen Spaß gemacht, und ich danke Monika für ihr Vertrauen in meine Arbeit, dank dessen ich praktisch freie Hand hatte.
So, und jetzt will ich euch nicht weiter in die Bilder reinquatschen :)

rosalies kindheit auf dem lande.

rosalies kindheit auf dem lande.
rosalies kindheit auf dem lande.

rosalies kindheit auf dem lande.rosalies kindheit auf dem lande.

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Berlin – ein Ausflug zur WollLust.

Meine Berlin- Nachlese endet mit einem kleinen Bericht über meinen Besuch bei der WollLust inKreuzberg. Das es jetzt neben dem Online-Shop auch ein Ladengeschäft gibt, habe ich durch Zufall erfahren und dann an einem der re:publica Tage spontan vormittags einen Ausflug dorthin gemacht. Und was soll ich sagen? Ein toller Laden.

wollust berlin.

Es gibt nur sehr wenig konventionelles Garn (ich habe Schoppel- Zauberbälle gesehen, und ich meine auch Opal- Sockenwolle); der Großteil des Angebots besteht aus eigens angefertigten Garnen in allen Farben des Regenbogens. Außerdem findet man dort dibadu- Garne, sowie eine große Auswahl an Lace- Garnen, und auch eine kleine Ecke mit Spinnfasern und Spinnzubehör.

wollust berlin.

wollust berlin.

wollust berlin.
Man kann seine Augen kaum abwenden von der schönen Farbenpracht. Von einem schwer zu unterdrückenden Verlangen, jedes einzelne Garn anzufassen, natürlich ganz zu schweigen.

wollust berlin.

wollust berlin.

Man kann quasi aus dem gesamten KnitPro- Sortiment wählen ( es gibt dort auch die eckigen Stricknadeln, Schalspangen, Maschenmarker etc.) Eine tolle Auswahl jenseits des Durchschnittsangebots gewöhnlicher Wolle- Läden, dazu viele Anleitungen (jeden Monat gibt es eine andere Anleitung kostenlos). Und an jedem 1. und 3. Samstag des Monats findet dort ganztägig neben dem regulären Verkauf ein offenes Strick- und Spinntreffen statt. Zufällig war der Samstag vor meiner Abreise der 1. des Monats und ich habe dort auch noch vorbeigeschaut. Es war eine sehr nette, lustige Atmosphäre und ich habe mich schnell wohl gefühlt.
Ich weiß nicht genau wie, aber ich habe es geschafft, den Laden zu verlassen, ohne mein Wollkauf- Verbot gebrochen zu haben- also, zumindest habe ich kein Garn gekauft. Dafür aber eine Spindel und ein bisschen Alpaka- Spinnfasern. Das geht in Ordnung, denke ich, da mein Wollkaufverbot sich ja vorerst nur auf fertiges Garn bezieht. Ein toller Laden, der besonders den Lace- Liebhaberinnen unter euch empfohlen sei, aber ganz generell auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Oder zwei. Oder drei…

Die WollLust / Mittnwalder Str. 47 / 10961 Berlin Kreuzberg/ Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 11:00 bis 19:00 Uhr; Samstag: 11:00 bis 17:00 Uhr/ U6, U7 oder Bus 140 bis Gneisenaustraße.

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Berlin – re:publica.

Vom 2. bis 4. Mai fand in Berlin die re:publica statt. Das ist so eine Art Kirchentag für Internetmenschen eine Internetkonferenz, auf der sich Menschen, die sonst nur hinter allen möglichen Arten von Bildschirmen sitzen, in echt treffen. Es gibt Unmengen interessanter Vorträge zu internetrelevanten Themen und viel Programm drum herum. Und da ich ja mittlerweile viele dieser Internetmenschen schon seit Jahren kenne, mit ihnen aber bisher nur über eben dieses Internet Kontakt hatte, wollte ich da jetzt endlich auch mal hin und sie alle in echt treffen. War eine der tollsten Sachen, die ich in letzter Zeit gemacht habe.

auf dem re:publica square.

leute aus dem internet.

analoge twitterwall.

@regsprecher im interview.

cindy gallop <3.

leila nachawati.

konferenzstricken mit kiki.

Drei Tage lang viele tolle Menschen, spannende Sessions, schöne Gespräche, viele Taxifahrten und jeden Tag mindestens ein anderes Restaurant kennengelernt. Mit zu den interessantesten Sessions zählen für mich das Interview mit dem twitternden Regierungssprecher Steffen Seibert, das mit Leila Nachawati über die Protest und Solidarität via Internet mit der Bevölkerung Syriens, und Cindy Gallop über ihre Arbeit in Sachen Make Love, Not P0rn. Natürlich hatte ich auch hier Strickzeug (und an einem Tag auch eine Spindel dabei) und hatte damit zwischen all den Internetmenschen mit ihren Laptops, Smartphones und Tablets eigentlich das coolste Gadget: Akku geht nie leer, braucht keinen Strom und das nur bruchstückhaft funktionierende W-LAN konnte mir auch egal sein. Und ich war nicht mal alleine damit: Kiki war nämlich auch dort und wir haben ab und an konferenzgestrickt. So Craftingthemen fehlten ja wieder ein bisschen auf der re:publica, aber wer weiß, vielleicht sieht das nächstes Jahr ja anders aus…

Es war sehr, sehr toll; ich schwebe noch immer auf so einer kleinen post- re:publica- Wolke und hoffe, dass ich nächstes Jahr auch wieder hinfahren kann.

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wip wednesday, Berlin Edition.

Natürlich habe ich mir auch was zum Stricken mit nach Berlin genommen. Zwei mal 6,5 Stunden Zugfahrt, in denen ich ungestört stricken kann plus diverse Wartezeit- Überbrückungen zwischen den einzelnen Panels auf der re:publica, die ich besucht habe (dazu morgen mehr). Das kann man alles nicht überleben, wenn man kein Strickzeug dabei hat.

wip - gathering stripes.

wip - gathering stripes.

wip - gathering stripes.

wip - gathering stripes.

Also habe ich den angenfangenen Pullover für den Sohn mitgenommen – und der ist in Berlin auch tatsächlich fertig geworden. Nur die Fäden wollen noch ver- und die Knöpfe angenäht werden. Diese schlichten, aber sehr hübschen Olivenholzknöpfe habe ich natürlich bei Knopf Paul gekauft. Als es gegen Ende hin so aussah, als würde das dunkelblaue Garn nicht ausreichen, habe ich versucht, in Berlin einen Laden zu finden, der Rowan Felted Tweed verkauft. Ich fand keinen in akzeptabler Nähe und bin im Nachhinein froh drum – der Pulli sieht auch mit grauer Rollkante schön aus, es fällt gar nicht auf, dass es nicht das selbe Grau ist wie das zwischen den Blockstreifen – und ich konnte meinen Stash um 209 Gramm reduzieren. Der Pulli ist in der Größe “6 years” gestrickt, hat also noch gut Platz zum reinwachsen, und ich habe vor, ihn dem großen Sohn zu seinem 4. Geburtstag im Herbst zu schenken.

in Göttingen steigt der brezelmann in den Zug.

Auf der Rückreise begann ich Stripe Study zu stricken. In Berlin habe ich auch Kiki getroffen und ihr mein Color- Affection- Leid geklagt. Auf ihren Rat hin stricke ich nun Stripe Study aus den beiden Zauberbällen, die ich geschenkt bekam. Das gefällt mir schon deutlich besser – aber es kommt mir so irre dünn und filigran vor. Vielleicht ist Lacegarn einfach nicht so mein Fall; die ravelry- Projektdatenbank sagt jedenfalls, dass auch andere das Schaltuch schon aus dieser Lacewolle gestrickt haben. Und auf deren Fotos gefällt es mir wieder. Also vielleicht einfach Augen zu und weiterstricken, und sich vom Endergebnis überzeugen lassen.

Und was habt ihr so in euren Händen?

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